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Unsere Esmeralda
und wie sie zu ihrem Namen kam

 

Der Traum mit einem eigenem mobilen Heim unterwegs zu sein, den hatten wir schon länger. Bis dato reichte uns aber immer unser großer Rucksack und ein fahrbarer Untersatz, den wir im jeweiligen Land gemietet haben. Auch auf unserer Weltreise haben wir in Neuseeland und in Australien einheimische Anbieter mit Langzeitmiete genutzt, so das es sich gelohnt hat die Fahrzeuge unseren Ansprüchen anzupassen. Dabei haben wir nie unseren Wunsch, nach einem eigenem Mobil mit unseren Vorstellungen, aus den Augen verloren. Besser gesagt, sie reiften in den Jahren und Monaten mit unseren verschiedenen Erfahrungen.

Dank des WWW konnten wir uns die verschiedenen Fahrzeuge, Anbieter und Erfahrungen anderer Traveller ansehen. Auf unserer letzten Reise in Kanada sahen wir den Pickup (PU) mit Absetzkabine immer wieder. In Richtung Allrad haben wir schon immer tendiert, denn das hat uns die Erfahrung in Australien gezeigt, dass es ganz schnell SEHR notwendig und überlebenswichtig werden kann, abseits der normalen Straßen. Wohnmobil-Anhänger sind für uns noch nie in Frage gekommen und so suchten wir etwas, was man auch mal stehen lassen kann, wie eine Kabine zum Abstellen. Wir kamen im Sommer 2009 von unserem Trip aus Kanada zurück und wie der Zufall es wollte, wurde dieses Fahrzeug mit allem was wir wollten und brauchten und und und ….angeboten.

Unser Ziel kam uns sprunghaft entgegen.

Zugegeben, vielleicht haben wir uns sehr schnell entschieden, aber bis jetzt haben wir den Kauf nicht bereut. Die Kabine hatte alles, was wir brauchten:

Schlafplatz im Alkoven mit Staufächern:

Sitzecke - Den Tisch haben wir mittlerweile abgeändert, da er einfach zu groß war und das Hinsetzen und Aufstehen (vor allem wenn man was vergessen hat) mit umräumen zu tun hatte (heute 2. Bild). Die grünen Schonbezüge waren schnell genäht und machen das Ganze pflegeleichter:


Dusche, WC:

Kühlschrank mit kleinem Gefrierfach:

Kochecke:

Heizung, Stauraum und so einiges mehr. Platz für zusätzliche Kisten haben wir im PU selbst, wenn die Rückbank erstmal ausgebaut ist. Alles sah gepflegt aus und schien zu funktionieren. Unser Vorbesitzer baute noch einen neuen Kühlschrank ein, da es Funktionsstörungen gab. Sie selbst hatten das Mobil (KFZ mit 55.000 km) kaum genutzt und wollten es nicht weiter rumstehen lassen. Kurzerhand ließ er den PU noch als Sonder-KFZ eintragen (kam uns in der Versicherung wesentlich günstiger…..) und so gehörte er schon nach einer reichlichen Woche uns. Zusätzlich gab es noch das Original-Verdeck mit Wanne für die Ladefläche und die Winterreifen dazu.

So richteten wir unseren neuen „Zweitwohnsitz“ auch alsbald gemütlich ein und besorgten bei diversen Campingausstattern Ladekabel und Zubehör wie Schläuche und Kanister. Unser erster Einsatz war zwar nur ein Campingwochenende in „Mittenwald“, aber da schwächelte schon das erste Mal unsere Batterie. Wir waren zu der Zeit der Meinung, dass wir sie entladen haben (wir mussten erst alle Schalter testen), aber wie sich in Spanien rausstellte, war unsere Bordbatterie von der Kabine defekt. Es folgten aufregende Wochen in denen alles ausprobiert werden musste, es musste alles eingespielt werden in den Abläufen und alles eingepackt werden, was wir kurzfristig für unseren ersten Trip benötigten.

Nach ein paar Tagen auf der Piste stellten wir fest, dass wir doch nicht ganz so unabhängig sein konnten, wie wir wollten, denn wie fast erwartet, war unsere Batterie jeden Morgen leer, obwohl abends gut gefüllt durch die Sonne (wir haben ein Solarpanel auf dem Dach) war sie morgens absolut leer. Auch die Möglichkeit auf den verschiedenen Zeltplätzen über Strom zu laden funktionierte nicht und wir mussten einsehen, dass diese Batterie „beerdigt“ werden wollte. So suchten wir mit unseren mageren Spanisch-Kenntnissen eine neue Batterie und jemanden der unsere alte Batterie gleich fachmännisch entsorgen kann. Mit der neuen Batterie im Gepäck ging es uns und unserer Esmeralda gleich wieder besser.

Für den Winter hatten wir eine Scheune auf dem Lande gefunden, wo unsere Esmeralda überwintern durfte. Leider ist uns beim Winterfest machen ein Missgeschick passiert. Wenn man schon einen Boiler an Bord hat, sollte man ihn auch richtig ausleeren! Hoffen wir mal das passiert uns nie wieder – Erfahrung lehrt. Also brauchten wir wieder ein paar Tüftler (Werkstatt), da es den alten Boiler (englisches Fabrikat) nicht bei uns gab und der neue, den wir haben wollten, etwas größer war. Er sollte über Gas und Elektro genutzt werden können. Im gleichen Atemzug mussten wir feststellen, das mit der Elektrik einiges im Argen lag. Wir hatten bei den Steckdosen einen Kurzschluss und auch bei der Lichtanlage (Blinker usw.) gab es schleichende Verluste. Da kam leider einiges zusammen. Aber das Ergebnis war in Ordnung und so konnten wir wieder auf die Straße.

Nach unserem Schweiz/Österreich Wochenende im Frühjahr 2010 sind wir nochmal in eine Werkstatt, da unsere Kabine uns wieder Sorgen machte, allerdings diesmal eine leichte Schräglage der Kabine zum Fahrzeug. Es hat uns zwar jeder gesagt, das es unmöglich ist einen Mitsubishi L200 zu zerstören, sprich am Rahmen zu verbiegen, aber man hat ja schon Pferde k…. sehen. Diesmal musste allerdings eine Tuning-Tüftler-Werkstatt her und auf den Tipp einer Kollegin hin haben wir RSC (im Münchener Norden, siehe Link) angerufen und sie wollten es sich anschauen. Nach einigem Hin und Her ob es machbar ist, haben sie sich ans Werk gemacht und 2 Tage bevor es für uns nach Schottland gehen sollte, konnten wir Esmeralda wieder abholen. Sie haben getüftelt und am Rahmen ein paar Verstärkungen eingefügt, die uns ruhig den Urlaub genießen lassen können.

An dieser Stelle nochmals ein DICKES DANKE an die Mannschaft. Kann man nur weiterempfehlen.



Wir werden auch das Äußere noch etwas verändern. Wahrscheinlich mit Logo oder so, auf jeden Fall sollte er nicht weiß bleiben. Aber es hat ja noch Zeit damit. Wenn die Fahrerkabine umgebaut ist, wird es dazu auch Bilder geben

Globetrotter sind immer aus dem Häuschen
.
© Almut Adler, (*1951), Fotografin, Autorin, Lyrikerin und Aphoristikerin

So und hier noch ein paar versprochene Bilder. Warum Wohnmobile immer weiß sein müssen, ist uns schleierhaft, da es in der Landschaft weit leuchtet und sich nicht anpasst. Jeder Naturliebhaber weiß doch dass man sich anpassen soll. Man geht ja auch nicht mit Leuchtwesten zum Tiere beobachten. Wie dem auch sei, wir haben uns die Arbeit gemacht und drei Tage lang gemalert. Es ist uns für das erste Mal ganz gut gelungen.





Wir haben bereits in Europa gemerkt, dass es durch die Schlaglöcher und auch durch unebene Straßen sehr holprig zugeht. Das tut der ganzen Konstruktion nicht gut und unseren Nerven sehr weh. Man muss zwar immer damit rechnen, aber manchmal kommen Achsenbrecher dann, wenn man nicht damit rechnet. So haben wir in Nordamerika auf den vielen tausenden Kilometern oft mit Grausen an unseren Aufbau gedacht und bei jedem Hopser mitgelitten. So kam die Entscheidung irgendwann, dass wir unsere Kabine etwas fester „anzurren“ und somit nicht jede Bodenwelle graue Haare verursacht (die kommen von ganz alleine Zwinkernd). Ganz großes Danke an Wayne Hoskin und seine Schweißerwerkstatt in Whitby bei Toronto. Er hat sehr gute Arbeit gemacht und bis jetzt hält es Fahrzeug und Kabine stabiler zusammen. Vorsicht ist vor den Bodenwellen (um die Bumper mal nett zu bezeichnen) trotzdem geboten.



Hier noch eine kleine Geschichte,
wie Esmeralda zu ihrem Namen kam.

Es war auf dem Weg nach Spanien. Wir fuhren gemütlich auf der Autobahn dahin (rasen ist einfach nicht gut für den Verbrauch….) und wurden auch hin und wieder von anderen Womos und LKWs überholt. Wir flachsten bissel rum, dass unser Fahrzeug langsam wie eine Schildkröte ist, dafür aber kräftig und ausdauernd (und hoffentlich auch sehr alt wird). Tja und unsere Schildkröte kann auch noch Ihren Rucksack (Panzer) ablegen. Das kann zwar eine richtige Schildkröte nicht, aber damit sind wir klar im Vorteil. Geländegängig sind Schildkröten ja von Haus aus.

So fehlte eigentlich nur der passende Name zu einer Schildkröte und fragt lieber nicht, irgendwann sind wir bei „ESMERALDA“ hängen geblieben. Thomas hatte natürlich auch gleich noch die Idee, sie zu unserem Logo zu machen und ich sagte: „Dann mach mal!“. Das Ergebnis hat uns Beiden sehr gut gefallen.