Oktobertouren durch den ‚Wilden Westen’

(unsere Reiseroute)

Auf der Suche nach Alternativen zu den traurig-verrückten Parkschließungen haben wir beschlossen, erst mal die altehrwürdige Route 66 ‚Get your Kicks On’ Richtung Westen zu tuckern und einige der noch bestehenden historischen Orte zu besuchen. Ganz nach dem Rhythm & Blues Klassiker der Stones aus den 60’ern.

 

Gar nicht weit vom verrammelten Zugang zum „Petrified Forest“ liegt das Städtchen Holbrook an der alten und berüchtigten Straßenverbindung.

Einige Meilen weiter kommt dann mit Winslow, Arizona schon ein Route-66-Hochkaräter auf der Tour. Wenn’s das denn noch gibt. Nicht nur im landwirtschaftlich geprägten Mittelwesten, auch im eher ‚wilden Westen’ um die Wüsten und Indianerreservate, verschwindet die alte Trasse immer wieder.

Manchmal ist sie ‚Opfer’ eines später angelegten Parks und dann wieder wurde sie durch die neue, große, schnelle Interstate Highway Nr. 40 buchstäblich in ‚Grund und Boden’ gerammt, weggeplättet und sozusagen überbaut mit der vier- bis sechsspurigen Autobahn Nummer 40. Dort, wo diese beiden sich dieselbe Trasse teilen, ist von der alten 66 nichts mehr übrig, außer der Erinnerung und manchmal gerade noch verrosteten Schildern oder verlassenen Grundstücken. Natürlich war der Bau der schnellen, großen Ost-West-Verbindung längst notwendig, aber die vielen Besucher der alten 66-Pilgerstätten zeigen heute, dass man mit dem (Marken-) Namen „Route 66“ aktuell noch richtig viel Geld machen kann. Es gibt 1.000de Andenken zu kaufen und Bus-, Oldtimer- und Harley-Touren werden veranstaltet und erfreuen sich höchster Beliebtheit bei Veteranen, einheimischen ‚Nachwuchs’ und vielen ausländischen Gästen.

Wir treffen ein deutsches Rentnerpärchen aus dem ‚hohem Norden’ der Republik und haben im Staub der alten Route gleich mal ein 90minütiges Gespräch über das „Woher und Wohin“. Die beiden haben gespart und sich auch ihren Traum erfüllt, düsen ebenfalls mit eigenen PKW durch Amerika und gehören zu den wenigen, die es geschafft haben und das Glück haben, mit gut 70 Jahren noch so fit und unternehmungslustig zu sein. Alle Hüte ab!! Wie viel Prozent mancher Reise-Träume (eines langen Berufslebens) müssen aber wegen persönlicher und/oder gesundheitlicher Probleme leider schweren Herzens auf der Strecke bleiben, wenn man dann so weit ist und das Rentenalter erreicht hat?

Winslow wird von den Eagles besungen („Take It Easy“) und atmet wohl mit am stärksten das spezielle Feeling der Route 66. Die Fassaden der dortigen ‚Old Town’ zeigen das und die Kneipen und Läden leben gut von den alten Zeiten der klassischen Cadillacs mit ihren Flügelkarossen und der alten Mack-Trucks. Wir haben ja momentan etwas mehr Zeit und entern zweimal die Bibliothek in Winslow, nutzen das freie Internet und bekommen einen Super Tipp der freundlichen Angestellten für einen etwas abgelegenen, wunderbaren, kostenfreien Campingplatz, auf dem wir auch zweimal übernachten. (N34° 58' 19.1 - W110° 38' 34.9)

Als es weiter nach Westen geht, möchten wir den (in alle möglichen Karten eingetragenen) Meteor-Krater besuchen, der südlich der I40 in der Wüste zu sehen ist. Wir wundern uns auf dem Wege zur Millionen-Jahre alten Einschlagstelle des Himmelskörpers schon über die massive, krasse und regelrecht aufdringliche Werbung, die für unser Empfinden viel zu oft, zu nervig, textlich zu naiv und übertrieben reißerisch an der Strecke prangt. Wir ahnen schon worauf dass alles hinausläuft, denn am Parkplatz stehen gar nicht so viele Fahrzeuge. Es gibt Absperrungen und alles geht nur auf den Wege durch ein protziges Gebäude zu betreten. Und betreten - besser geschockt - sind wir dann, als ein Wachmann erklärt, dass es hier alles Privatbesitz ist und nur ein Blick in den Naturkrater unglaubliche 16 Dollar pro Person kosten soll. Zuerst muss ich lachen über so viel Frechheit und unverfrorene, blödsinnige Gier, aber der traurige Trend geht leider tatsächlich in die Richtung, dass mit Naturphänomenen immer mehr über die Maßen abgezockt wird. Kopfschüttelnd gehen wir in diesem Falle wieder (sind dabei nicht die einzigen, die sich an den Kopf greifen) und suchen uns andere Ziele. DAS ist die Sache dann doch nicht wert.

Im unweiten Flagstaff bekommen wir in den gut eingerichteten zwei! Besucherzentren viele Infos und Karten. Es gibt einiges im Ort zu entdecken und durch die Straßen der Altstadt zu schlendern.

Auf dem Wege nach Westen haben wir durch eine Straßenreklame erfahren, dass ca. 50 Meilen südlich, in einem Casino in den nächsten Tagen Foreigner spielen und das für sagenhafte 35-45 Greenbacks! Ein Konzert-Preis, der in Amerika 2013 schon fast wie ein Druckfehler wirkt, so stark sind die Preise für erstklassige Shows gestiegen. Es ist unter 100 Dollar kaum noch was zu kriegen und das knabbert doch ganz schön an der Reisekasse. Wir checken alles online und es stimmt tatsächlich, die Band spielt am 5. Oktober im Cliff Castle Casino in Camp Verde, Arizona. Diesen Ortsnamen haben wir vorher noch nie gehört, na egal.

Wir nutzen die Zeit vorher und die Gelegenheit, endlich mal den „Red Rock Canyon State Park“ bei Sedona zu besuchen. Wir hatten im Jahre 2002 mal Anlauf genommen, aber leider war diese schöne Gegend wegen schwerer Buschbrände damals für uns tabu, so geht’s halt manchmal auf Reisen.

Die State-Parks sind im Gegensatz zu den nationalen Einrichtungen alle noch geöffnet. Der kleine Naturpark ist ein landschaftliches Juwel mit seinen roten Felsen, der Wüstenvegetation und der allgemeinen Lage hier. Wir gehen einen größeren Teil der Wanderwege zwischen versteckten Wasserläufen und trockener Desert's zu Aussichtspunkten und steigen bergauf und bergab zwischen vielen, verschiedenen Arten von Kakteen durch diesen sehenswerten „Steingarten“ der roten Felsen.

Wieder kann man als Vergleich das sächsische Elbsandsteingebirge anführen, was die Form der Felsen und die Klettermöglichkeiten hier betrifft. Nur ist eben alles wieder erfrischend anders, die Freunde des sächsischen Nationalparks wären vermutlich hier auch begeistert.

Auf Grund der augenblicklichen Lage in den amerikanischen Naturschutzgebieten ist es hier natürlich ganz gut gefüllt mit Besuchern. Und wir besuchen die Urlauber- und Shoppingstadt Sedona, die von ihrer Lage her wirklich einmalig gelegen ist und so zieht sie jedes Jahr eine Rekordmenge von Besuchern an. Sie hat sich in den letzten 11 Jahren schon wieder deutlich (von einer netten, kleinen Künstlerstadt) in Richtung einer kunterbunten Multi-zugepappten Verkaufsmeile für 1.000 Souvenirshops gewandelt. Es gibt jetzt ‚zig’ Edel-Szene-Restaurants, Luxusherbergen und mehrere ‚Tourist-Infos’, die alle Helicopter-Touren zum (auf dem Landweg gesperrten) Grand Canyon anbieten. Nur um sich am Ende eher als ‚Event-Verkaufsbuden’ herausstellen. Halleluja!!

Schön liegt Sedona trotz alledem und wir fanden sehr überraschend sogar einen ruhigen Stellplatz für ‚Esmeralda’ am Rande der City, unweit des Uni-Sportgeländes im Süden der Stadt. Wir genießen die warme Herbststimmung in den Red Rocks und im benachbarten Stadion wird begeistert die amerikanische Nationalhymne intoniert. Die Sonne geht blutrot unter und hinterlässt die für diese Region so typische, schöne, laaange Abendrot-Violette Dämmerung. Mücken gibt’s auch kaum welche, was für ein Luxus.

Die Tickets für das Rock-Konzert hatten wir uns tags zuvor schon im Casino besorgt. Am 05.10. ging’s dann zu Foreigner, aber nicht im Casino, wie wir dachten, sondern Open Air! Man hat hier draußen auf dem ‚Casinohügel’ eine Arena gezimmert und nachdem die 23-25 Grad Tagestemperaturen auf ca. 10-12 Grad kühle Abendstimmung gefallen waren, konnten die sechs Musiker mit ihren Stimmwunder Kelly Hansen am Mikro richtig losrocken, dass sich die sprichwörtlichen Balken und auch die verstaubten Kakteen verbiegen.

2 Stunden warten mussten wir und die anderen Konzertbesucher schon, bis die Herren loslegten, aber dann ging die Post ab und uns allen wurde bei einem zweistündigen Programm mit allen Klassikern der Band recht schnell wieder warm ums Herz. Highlights waren eine über 12minütige Freistil-Version von „Jukebox Hero“ und wirklich fast alle bekannten Stücke der weltweit bekannten Band, also „Urgent“ „Cold As Ice“ „Hot Blooded“ und…- leider keines der neueren Stücke, eigentlich schade. Super war’s trotzdem!

Und weiter geht es, erst nach Norden über Prescott, dann wieder auf die historische Route 66 und zu einem etwas verschlafenen Ort namens Ash Fork, der auch von der Straßenlegende lebt. Wir landen im etwas verstaubten Ortsmuseum, welches gleichzeitig das Visitorcenter ist– und die ältere Dame am Einlass sagt uns beim alltäglichen Smalltalk, dass es (auch!) katastrophal ist für die vielen Campingplätze, Hotels, Restaurants und Zulieferer, wenn die vielen National-Parks und –Monumente geschlossen haben. Ein ganzer Industriezweig wird hier ‚abgewürgt’.

Der nächste R-66-Ort ist wieder ein vom Namen her bekannterer: Seligman! Hier hat man gleich einen ganzen Museumsort im Zeichen der Route 66. Er liegt eigentlich heute ‚abseits vom Schuss’, ist aber durch die vielen Fans, R66-Pilger und Mopedfahrer gut besucht - auch die obligatorischen Busladungen voller Japaner fehlen nicht. Diese sind meist unter sich und besonders die puppenhaften asiatischen Damen bewegen und kleiden sich wie im Comic. Sie leben in ihrer eigenen Welt und verlassen diese Welt nur ‚Gaaanz Vorsichtig’ für einige Augenblicke, am besten mit weißen Handschuhchen und pinkfarbenen Schuhen.

Die Piste führt südlich des Grand Canyons durch die ‚Hualapai Indian Reservation’ und an den Grand Canyon Caverns vorbei.

Die Höhlen interessieren uns heute mal nicht und wir übernachten in der Mojavewüste vor Kingman und sind den nächsten Tag in der ‚großen Stadt’. Im krassen Gegensatz zu den kleinen Nestern ist Kingman ein flächenmäßig riesiger Desert-Moloch mit kilometerweiten, gruselig anzusehenden Industrieanlagen, viel urbanen Dreck und reichlich heruntergekommenen Vierteln. Die als ‚Historic Old Town’ veranschlagte, kleine Altstadt ist dort nicht so schön wie sonst gesehen. Kingman hatte, wie alle Orte um die 66, schon bessere Zeiten erlebt, vieles ist heute verlassen und verfallen. Wir suchen wieder mal an einem halben dutzend verschiedenen Tankstellen nach Trinkwasser bis wir fündig werden. Manche der Tanken sind so heruntergekommen, ja verwildert, dass wir auch deren Sprit lieber nicht tanken möchten. Hatten wir doch schon in Alaska Ärger mit schlechten, sehr wahrscheinlich gepanschten Diesel gehabt, der uns nur 70-80 % der sonst üblichen Strecke weitergebracht hatte! Ja, die gestorbene Legende Kingman. Auch im dortigen Touristenzentrum ist man allgemein sauer über das politische Schulden-Drama und die Parkschließung.

Wir fahren weiter in die Südwestrichtung, weg von der großen I40. Der Verlauf der alten R66 geht in die Berge, über den Sitgraves Pass und zur alten Goldgräberstadt Oatman. Vorher finden wir einen herrlichen, einsam-ruhigen Stellplatz, weit oben, an der 3.550 Fuß hohen Sitrgaves-Passstraße und können abends auf die weit entfernten Lichter der Wüstenstädte um Bullhead City schauen, wo sich schon die Grenze nach Süd-Nevada hinzieht. Wenn abends das laute Ploppern der vielen Harleys langsam verklingt, hören wir nur noch das Trommeln des satten Regens auf unserem Kabinendach und haben sonst wieder mal Ruhe an unseren einsamen Platz, weit weg vom nervigen Krach der Städte.

Am nächsten Tage hat sich das Regenband über Arizona verabschiedet und die Sonne scheint. Wir rollen bergab nach Oatman – was für eine Kulisse in den Bergen. Hier gibt es viele Motive für den Fotografen, noch dazu bei bestem Morgenlicht. Abseits der großen Ballungsräume und nach vielen Meilen durch die Wüsten und Halbwüsten des Westens kommt einem der Besuch von Oatman fast wie eine kleine Zeitreise vor.

Die Kulisse ist nahezu perfekt für den Film, ein Roadmovie oder ein Western geht hier immer zu inszenieren. Natürlich ist alles auf Tourismus ausgelegt, aber das in einer rührenden Perfektion, dass man sich hier einfach wohl fühlt. Oatman lebt auch von seiner einzigartigen Bergumgebung, von allen Orten, die wir an der R66 bisher gesehen haben, ist das hier wohl der (für uns) authentischste, man ist aber auch ein ganzes Stück weg von den bekannteren Strecken und Naturhöhepunkten des Westens.

Weiter im Tal empfängt uns dann wieder eine größere Stadt mit allem, was der moderne Amerikaner braucht. Wir kommen ins Dreiländereck Arizona/Nevada/Californien und entern Bullhead City. Wir holen diverse Infos in der großen, örtlichen Bibliothek ein, können eine Gasflasche füllen lassen und machen eine kurze Pause. Wir verlassen die Route 66 und fahren weiter nach Norden in Richtung Las Vegas, nicht ohne zu staunen, was man hier schon (gleich bei Grenzübertritt nach Nevada) alles an riesigen Casinos zu sehen bekommt. Direkt auf der andern Seite des Colorado hat sich eine regelrechte Wand aus Glücksspiel-Hotels aufgebaut!

Das interessiert uns aber jetzt gar nicht, denn wir möchten die Zeit nutzen, um nach einem geeigneten Storage, also einer guten Unterstellmöglichkeit für Esmeralda zu suchen, da gibt es einige Adressen im Raum Las Vegas. Überhaupt haben wir gemerkt, dass es in den USA und auch in Kanada überall solche Möglichkeiten zum Fahrzeug unterstellen gibt, auch andere Sperrgüter kann man in Lagern und Garagen unterbringen. Wir finden im Norden von Las Vegas einen bewachten Stellplatz und verabreden uns mit dem dort angestellten Paar, wann wir unser Fahrzeug bringen können.

Wir planen ja einen 5-wöchigen Heimaturlaub zum organisieren, besuchen und um wichtige Arztbesuche zu machen. Dazu wird unser Ausgangspunkt Las Vegas sein und einen internationalen Airport brauchen wir eh’ in der Nähe. Beim Suchen und Checken verschiedener Storages und auch dem Besorgen einiger Sachen für unterwegs merken wir so extrem wie nie zuvor in der Glücksspielerstadt, dass hier eine regelrechte Armee vom Obdachlosen unterwegs ist.

Schlimme Bilder wie selten! Wenn man nur wenige Seitenstraßen von der Glitzerwelt wegkommt, andere Adressen sucht, nicht einmal 1 km vom berühmten ‚Strip’ entfernt sehen wir nur in diesen beiden Tagen hunderte von Bettlern hier. Viele liegen auch tagsüber schlafend in Parks oder direkt an der Straße, fast an jeder Kreuzung findet man Leute, die ihre Probleme und Bitten auf diverse Pappschilder geschrieben haben. Ein uferloses Elend neben den vielen Zig-Millionenbauten der Flipper-Roulette-Tinseltown Las Vegas, beklemmend und widersprüchlich.

Dann erfahren wir, dass einige bekannten National Parks, besonders in Utah und Arizona, für eine Übergangszeit wieder geöffnet haben. Die Bundesstaaten sind zur Vermeidung von noch mehr Schaden finanziell eingesprungen. Wow! Wir verlassen schnell die City der krassen Widersprüche und wenden uns nach Nordosten.

Natürlich ist es viele Meilen extra zu fahren und wir hätten es gerne grundsätzlich anders gestaltet, aber nun geht es bei perfektem Herbstwetter in einen der schönsten Parks des Westens, dem Zion National Park in Utah. Doch noch!

Die hinteren Teile des Canyons sind seit einigen Jahren wegen zu hoher Besucherzahlen und der damit verbundenen Park – und Umweltprobleme für den privaten PKW-Verkehr gesperrt. Es fahren nur noch gut organisierte Shuttle-Busse in die Schlucht. Die Allgemein-Durchfahrt durch das Gebiet des Zion-Canyons ist aber weiterhin erlaubt und gehört zu den schönsten Touren, die man im Westen Nordamerikas machen kann.

Wir parken unseren kleinen Truck am Besucherzentrum und sind bis zum späten Nachmittag mit dem Park-Shuttle und Rucksack auf 3 Wanderwegen unterwegs. Wir gehen bis hinter zu den ‚Narrows’, der immer enger werdenden Schlucht des Virgin Rivers und genießen die Herbstlandschaft an einigen höher gelegenen Pools und Wasserfällen. Was für ein schöner Platz! Der Park ist heute natürlich sehr gut besucht und viele nutzen die Möglichkeit, mit der man ja im Oktober 2013 fast nicht mehr gerechnet hätte.

So schön wie der Canyon einerseits ist, so faszinierend ist die Landschaft, wenn man ihn auf dem Wege nach Kanab/UT auf dem Highway Nr.9 wieder verlässt. Eine kilometerlange Erosionslandschaft in kräftigen Rot- und Gelbfarben wird von einer Lila (!) – farbenen Asphaltpiste durchquert.

Die Bäume sind bunt gefärbt und man muss schon aufpassen, dass man auf der Straße bleibt, bei einer solchen Szenerie und nicht zu sehr abgelenkt wird. Gewaltige Gletscher sind vor langer Zeit hier durchgezogen und haben an den weichen Sandstein der hundert Meter hohen, bienenwabenähnlichen Felsen wie mit einem Riesenkamm ein einzigartiges Kratzmuster hinterlassen.

Überall kann man den erdgeschichtlichen Schliff der frühzeitlichen Eismassen erkennen. Zusammen mit den bunten Farben der Felsen ein wieder mal eindrucksvolles Erlebnis, das man seit dem ersten Besuch in Utah einfach nicht mehr vergisst. Ein Nachteil hat die Strecke: Es gibt zu wenig Haltepunkte dort oben und die wenigen sind alle gut besetzt.

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