Belgien/Niederlande ab 13.06.2012

Die Heimat des Abenteuers ist die Fremde.
Emil Gött, (1864 - 1908),
deutscher Dramatiker

(Karte Belgien) (Karte Niederlande)

Vom französischen Regen vertrieben, waren wir auf Landstraßen relativ schnell an der Küste und in Belgien angekommen und zwar bei Oostende. Der Ort ist sauber, aber relativ unspektakulär und so waren wir auf der Suche nach einem Zeltplatz (heute spielt Holland gegen Deutschland, Gruppenphase, Fußball-EM!). Dabei landeten wir schnell im ländlichen Holland, allerdings konnte der Zeltplatzbesitzer nur Internet vom ‚Fremdanbieter’ für 14 (!!) Euro pro Abend anbieten, das war uns zu verrückt. In Spanien oder Portugal gab es das überall inklusive, so unterschiedlich ist das. Am Ende waren wir wieder in Belgien und dank eines amerikanischen Frittenbrutzlers hatten wir Top-Netz und die Chance, das spannende Spiel live zu sehen, na also, geht doch.

Das Königreich Belgien hat aktuell ca. 11 Millionen Einwohner und mit 30.500 qkm ein knappes Zehntel der Fläche Deutschlands. In dem vom ständigen flämisch-wallonischen Konflikt geprägten Land wird hier im Norden größtenteils holländisch gesprochen. Wir verstehen also immer wieder einiges der für uns teilweise lustigen Wortkreationen, die übrigens auch im ‚Afrikaans’ auftauchen, welches wiederum von den weißen burenstämmigen Einwohnern in der Republik Südafrika gesprochen wird. Beispiel: Haustiere heißen ‚Drödeldiere’. Das passt bei manchen vertrottelten, zottigen Hunden oder anderen, dick gefütterten ‚Schlummerrollen auf 4 Pfoten’ natürlich vortrefflich.

Bei unserer 2010er WoMo-Reise bis weit hoch in den schottischen Norden haben wir damals 2 sehr schöne, sehenswerte Städte in Belgien besucht: „Brügge und Gent“. So haben wir uns diesmal für Antwerpen entschieden. Die Großstadt in der Region Flandern hat fast eine halbe Million Einwohner und ist durch Handel, dem drittgrößten Hafen Europas und als weltweit größtes Zentrum des Diamantenhandels berühmt geworden.

Der Wirkungsort von Peter Paul Rubens war im Mittelalter nicht nur eine der weltgrößten Städte, sondern auch die wichtigste Handelsmetropole Europas. Die zweitgrößte City Belgiens hat eine schöne Altstadt und wir sind vom Vorort Zwijndrecht aus mit der Tram ins Zentrum gefahren.

Alles recht einfach auf diese Weise, denn die Innenstadt hat eh’ wenige Parkmöglichkeiten und es ist auch verkehrsmäßig einiges unterwegs. Ist man mal drin, kann man das Zentrum von Antwerpen recht gut ‚erlaufen’ und ein Tag dafür war für uns voll in Ordnung.

Wir besuchen Belgien zum dritten Mal. Vor 2 Jahren sind wir durch ein von relativen Verkehrschaos und Gewitterregen geprägtes Brüssel gefahren, welches uns auf Grund seiner schieren Größe und Lautstärke nicht so zugesagt hat. Das sind meist Momententscheidungen, denn manche Orte liegen einem sofort, mancher ist uns von Beginn an sympathisch und andere eher weniger, das ist oft Intuition. Sehen, erleben, entscheiden - Wetter, Nahverkehrsmöglichkeiten und viele andere Umstände können eine Rolle spielen. Also machen wir diesmal einen Bogen um die recht geschäftige Hauptstadt, die sicher auch ihre ruhigen und interessanten Seiten hat.

Von Antwerpen aus geht es dann nach Nordwesten, nach Zeeland und damit sind wir wieder in den Niederlanden. Die landschaftlichen Grenzen hier sind fließend und man bewegt sich eh’ meist knapp auf Meereshöhe oder darunter. Nederland, so auch der offizielle Name hat heute ca. 16,6 Mill. Einwohner und mit 41.500 qkm reichlich 11% der Landfläche Deutschlands.

Holland ist ja nur ein Teil des Ganzen und besteht hauptsächlich aus den beiden Provinzen Süd- und Nordholland um Den Haag und Amsterdam bzw. Haarlem. Doch dazu später.

Jetzt fahren wir in das südwestliche Zeeland und steuern seine kleine Hauptstadt Middelburg an. Die Altstadt liegt kreisförmig inmitten von Krachten, also meist schiffbaren Kanälen und ganz viele Orte sehen aus wie eine Klein- oder Kleinstausführung von Amsterdam. .

Überall ziehen sich Wasserwege durch das grüne Land und manchmal überholt man ein Boot, das im Kanal auf höherem Niveau ist als wir auf der Straße. Auf dem Wege nach Norden machen wir einen Bogen an der Küste entlang und die teilweise bedrohlich tiefliegenden Orte verschanzen sich immer hinter gewaltigen Dämmen, Dünengebieten und Deichen. Schon ein krasser, aber schöner Gegensatz zu unserer Mittelgebirgsheimat. Die Häuser in der Region sind fast alle aus ‚nackten’ Backsteinen errichtet, verputzt wie in Deutschland wird eher weniger.

Was wir in den Tagen nach dem EM-Fußballspiel D-NL immer wieder in den Orten feststellen konnten, ist, dass die sehr selbstkritischen Holländer nach der Niederlage gegen das deutsche Team Rucksäcke (!!) draußen an die wehenden National- und Oranje-Flaggen hängen.

Das ‚Rucksackphänomen’ haben wir an ganz vielen, verschiedenen Stellen bewundern können, man hatte also schon vor dem letzten Spiel gegen Portugal symbolisch die Koffer gepackt. Angesprochen haben uns einige Holländer auf die deutsche Mannschaft, zu unserer großen Überraschung immer positiv.

Die Halbinsel Zeeland nach Norden verbindet eines der größten Dammprojekte überhaupt, die Oosterschelde. Nach der verheerenden Sturmflut 1953 wurde ein umfassendes System von Schutzwällen und Dämmen gebaut, die Deltawerke entstanden. Mit Kosten, die mit 2,7 Milliarden Euro dreimal so hoch waren wie veranschlagt. Die gesamte Küstenlinie der Niederlande hat sich dadurch entscheidend verändert. Die Höhe der Seedämme wurde auf 7,65 Meter festgelegt, allein nur dort auf einer Länge von fast 20 Kilometern. An mehreren Stellen werden die Dämme von Fluttoren unterbrochen, die sich nur im Notfalle schließen sollen und so die Verbindung zum Meer aufrechterhalten.

Man fährt so weitläufig über aufgeschüttete Landmassen inmitten von Wasser, das der Eindruck entsteht, tatsächlich übers Meer zu fahren. Gigantische Bauleistungen wurden hier vollbracht um das flache Land vor Sturmfluten zu schützen und durch die Gezeitenbewegungen Energie zu erzeugen. Allein die Strudel des landeinwärts drängenden Wassers sind schon beeindruckend. Der starke Wind tut das Seine dazu und man meint, mitten auf dem Meer zu sein, im Prinzip ist man das ja auch.

Ungefähr ein Viertel des Landes liegt unterhalb des Meeresspiegels, ca. die Hälfte gerade mal einen (!!) Meter darüber. Eine wirklich ernstzunehmende Konstellation in Bezug auf das prognostizierte, teilweise Deutliche ansteigen des Meereslevel - dies können wir hier nun hautnah feststellen. Hier im Süden hat man Naturschutzgebiete errichtet und einen Nationalpark und alles ist recht ruhig und provinziell. Weiter nördlich dann beginnt ein ganz anderes Szenario.

Auf Riesenbrücken führt uns der Weg durch die weitläufige Hafengegend von Rotterdam. Eine gigantische Industrielandschaft ohne erkennbares Ende bis zum Horizont und weiter. Kräne, Werftanlagen, Verladekai's, Erdölraffinerien wechseln einander ab. Durch die Stadtgegend von Rotterdam geht es relativ problemlos und wir lassen den Regierungssitz Den Haag eher links liegen und steuern auf die Hauptstadt Amsterdam zu. Als bestmöglichen Ausgangspunkt für eine Tour dorthin haben wir uns Haarlem ausgesucht.

Die Hauptstadt der Provinz Nordholland ist an sich schon mal sehr schön anzuschauen mit ebenfalls vielen Kanälen und Krachten, alles liegt am Wasser. Eine Bahndirektverbindung bringt den Reisenden ohne viel ‚Gurkerei’ und Parkplatzsuche von Haarlem in nur einer Viertelstunde nach Amsterdam. Wir können es nur so empfehlen, denn die Umgegend der großen Stadt ist voll von schrägen Typen auf der ständigen Suche nach Geld für den Stoff, aus dem die (manchmal Alp-) Träume sind. Zumal bei ‚harten Drogen’.

So wurde unser Auto, Mitte der 90er Jahre, inmitten von einem Dutzend anderen, betroffenen Campern auf einem offiziellen Zeltplatz aufgebrochen und Diverses geklaut. Seitenscheibe kaputt, der Ärger wegen der Sicherheit auf der weiteren Tour und die Rennerei zur holländischen Polizei plus Bürokratie brachten uns damals nicht gerade viel. Also das Fahrzeug lieber ‚weit draußen’ stehen lassen, Garantie ist das keine, aber ein wenig entspannter evtl. schon.

Liegt doch der imposante Hauptbahnhof von ‚Batavias’ Metropole (so hieß Holland früher lateinisch, in Anlehnung auf den im Rheindelta siedelnden Stamm der germanischen Bataver) mitten im brodelnden Zentrum der Hauptstadt. Man wird also regelrecht rein katapultiert ins bunte Leben! Und bunt ist das hier nun wirklich. Man kann sich an diesem Ort gar nicht ‚sattsehen’. Überall gibt es Skurrilitäten (menschliche und tierische Originale) zu bewundern und eine Stadt, die von der Lage und Flair her weltweit (vergeblich!) Ihresgleichen sucht!

Wenn irgendwo das sprichwörtliche ‚Multikulti’ erfunden worden ist, dann ist es hier, in Amsterdam. Durch die zahlreichen Kolonien der Holländer und auch die heutigen Möglichkeiten des Reisens trifft sich hier die ganze Welt. Und New York war ja auch Neu-Amsterdam, also nicht von ungefähr.

An der Amstel gelegen, hat Amsterdam aktuell 789.000 Einwohner (2,3 Mill. in der Region). Überall durchziehen kleine und große Wasserarme die Stadt und die Zahl der Kneipen, Treffpunkte, Coffeshops, bunten Läden ist unüberschaubar.

Man lässt sich wieder mal treiben und genießt einen der raren Sonnentage dieses Sommers’12. Ohne große Übertreibung kann man sagen, dass in den Gassen des Rotlichtviertels mit seinem vielen Kneipen ein so starker Marihuanaduft herum weht, dass man schon von puren Passivrauchen Gaga wird (und das auch ohne die Pop-Lady mit den außerirdischen Klamotten).

So konzentriert war uns dieses benebelnde ‚Luftgemisch’ bisher nur beim 1994er Pink Floyd-Konzert im Münchener Olympiastadion aufgefallen und in Erinnerung. Die käuflichen Damen in den bunten Schaufenstern bieten sich in (fast) allem Gewichts- und Altersklassen an und verschwinden professionell, wenn jemand auch nur die Kamera hebt. Ein Bild für die Götter. Potentielle Kunden werden gleich ins rosafarbene Etablissement reingezogen (Foto) und verschwinden mitsamt Rucksack und z.B. Motorradkluft werbewirksam zwischen nackter Haut und bunten Plüsch für gewerbliche Waagerecht-Tätigkeiten rund um die Uhr. Grölende englische oder teutonische Horden ziehen Hopfensaft schwenkend durch die Gassen von Alt-Amsterdam und eine voluminöse Dame im Ringerdress sammelt Bierflaschen ein (ja, ist das denn Hamsterdam hier?). Ein Hausbootseigentümer gießt seine reichlich angebrachten Blumen ums schwimmende Heim.

Überall lehnen Fahrräder an den Geländern und Hauswänden. Normale Fahrräder !! Aus einer bekannten deutschen Bankenwerbung würde hier ganz schnell und ‚Dutch’ abgewandelt der Slogan: „Mein Boot, mein Rad, mein Dope“ werden. Die Drahtesel aller Altersklassen hält manchmal nur noch der Rost zusammen, keine genormten High-Tech-Räder im vierstelligen Euro-Bereich, sondern einfache, funktionelle Rinnsteinklappern zum trampeln von A nach B und nichts anderem. Einfach schön und die Erinnerung, dass es auch mal etwas anderes, einfaches vor dem Megasuperleichtmetallextremsportrad gegeben hat.

Wir machen weiter unseren Rundgang durch diese außergewöhnliche Metropole und kommen zu dem Schluss, dass man in Amsterdam, (mit interessanter Tätigkeit und Platz zum Leben verbunden) durchaus einmal auch länger verweilen, bzw. wohnen könnte. Wir fahren nach einem gelungenen Tag und wieder mal vielen Kilometern über Kopfsteinpflaster und viele Brücken zurück zu unserer Esmeralda nach Haarlem. Viele Eindrücke reicher und sicher, eine der schönsten Hauptstädte Europas gesehen zu haben.

Unsere nächste Station ist Alkmaar, ein wenig weiter nördlich gelegen. Neben einem der bekanntesten Fußballclubs AZ (und schönen Stadion) hat Alkmaar eine der schönsten Altstädte in der BeNeLux-Region und man spricht von ca. 300 historischen Gebäuden, das ist Rekord in Holland.

Weltberühmt geworden ist Alkmaar durch seinen Käse, der immer Freitagvormittags auf dem Käsemarkt gehandelt wird, aber auch zu besonderen Festen (so wie heute, wo ein Altstadtfest gefeiert wird) kann man die Käseräder bewundern. Seit 1593 gibt es in Alkmaar die Käseträgergilde, aber leider hatte heute das Käsemuseum geschlossen.

Na, alles kann ja nicht klappen, glücklicherweise gibt es das Milchprodukt auch sonst reichlich zu kaufen. Alkmaar hat knapp 95.000 Einwohner und feierte 2004 ihr 750jähriges Bestehen. Der Ort ist auch von Wasserarmen durchzogen und die Straßen sind mit Bogen- oder Hubbrücken verbunden.

Die Altstadt mit ihren historischen Kern ist zentral gelegen, so ist alles ist sehr kompakt und zu erlaufen. Zum aktuellen Fest heute ist das Pflaster der alten Straßen mit reichlich Stroh belegt. Auch das nationale Biermuseum hätte uns interessiert, aber Sonntag ist wohl ein schlechter Tag für solche Besuche. Egal, das Wetter hält und wir sind wieder eine ansehnliche Strecke durch die alten und neuen Straßen von Alkmaar unterwegs.

Im Nordosten der Niederlande, liegt Friesland und Groningen. Durch einen langen, fast möchte man meinen „Überseedamm“ miteinander verbunden und angenehm frei noch von Gebühren, das muss man hier mal erwähnen. Holland hält sich mit der Wegelagerei auf Autobahnen noch positiv zurück und folgt nicht der immer absurder werdenden Abzocke von privaten Geldeintreiberpisten wie z.B. in Frankreich, Italien oder Spanien. Ja eigentlich rund um Deutschland rum wird die Hand gewaltig aufgehalten. Gerade im Falle von unseren tschechischen Nachbarn, oder Slowenien im Süden steigen die Gebühren dafür dort schneller, als man mit rechnen hinterherkommt. Ein großes Ärgernis und eine himmelschreiende Ungerechtigkeit dem freien, deutschem Autobahnnetz gegenüber.

Dies muss man hier an der Stelle einfach mal festhalten!!

Manchmal passieren ja auf so einer Tour immer wieder ungeplante Überraschungen und man entdeckt Plätze oder Sachen, die man einfach nicht so oder in dieser Form erwartet hätte. So auch KREMLIN! Wir düsen durch das grüne, ‚Friesländische’ Flachland und da sehen wir an der Strecke, einiges von der Straße entfernt, viele skurrile, ungewöhnliche Figuren, teilweise hinter einem Zaum versteckt, manches sichtbar. Wir kehren um, fahren in den betreffenden, kleinen Ort bei Niedorp und stehen vor einem ganz privaten Kunstwerk:

„Kremlin NL“ steht am Grundstück.

Nachdem wir die Dame des Hauses mit einem Eintrittsgeld ein wenig unterstützt hatten, erzählte sie uns, dass ihr Mann diesen Kunstgarten in über 20 Jahren Fleißarbeit allein erdacht und gebaut hat. Für manchen vielleicht wieder mal uninteressant, aber wenn man auf eine wirklich erfrischende Mischung aus der Kunst vom katalonischen Künstler Antonio Gaudi und/oder F. Hundertwasser steht, dann staunt man schon über diesen kleinen Garten und seine ‚schrägen’, aber irgendwie schönen Gebilde. Das macht Reisen wohl so abwechslungsreich und spannend.Wwir sehen uns alles in Ruhe an, machen ein paar Fotos und bedanken uns für die kurze Führung bzw. Erläuterung der ‚Chefin’. Ein kleiner, feiner, ganz besonderer Platz.

Ja, und schon geht es langsam Richtung Deutschland. Wir sind im Nordosten der Niederlande, und sehen uns als kleines Finale noch die Seehunderettungsstation an der Nordseeküste, in Pieterburen an. „Zeehondencreche“ heißt die Einrichtung in der Landessprache.

Hier, mittlerweile weit über die Landesgrenzen bekannt, werden kranke, verlassene und gestrandete Seehunde gepflegt, aufgepäppelt und wieder für das Leben in Freiheit fit gemacht.

Man kann die Quarantänestation ganz in Aktion sehen und die kleinen, oft sehr schwachen und verstörten, Tiere werden gefüttert und medizinisch behandelt. Ebenso kann man sich die verschiedenen Phasen des schrittweisen ‚Wiederauswilderns’ der Heuler mit den großen, schwarzen Augen anschauen. Tolle Sache!

Veterinärmedizinisch geschultes Personal kann sich bei Interesse bei der Einrichtung melden. Wir haben gesehen, dass es auch Unterkünfte für freiwillige Helfer gibt. Wir vermuten, dass man mindestens ausgebildeter Tierpfleger sein sollte, um sich für diesen anspruchsvollen Job zu bewerben.

Nachdem wir die Gegend um Groningen hinter uns gelassen haben, steuern wir bei Oldenburg und Emden wieder durch Deutschland und zuerst auf die schöne Nordseeküste zu.

zurück zur Weltreise 2011 - 2016
zurück zur Startseite
Deutschland 06/2012