16.11.2003 – 05.12.2003 Malaysia

Am 16.11. 2003 war es dann wieder soweit, ab Frankfurt ging es mit Gulf Air nach Bahrain, und weiter über Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate nach Bangkok, Thailand (Zwischenlandung) und Kuala Lumpur, Malaysia. Die Überlandtour mit dem Nachtbus brachte uns dann erst mal an die Ostküste der Malaysischen Halbinsel, nach Kota Bharu. Von dort wollten wir auf die vorgelagerten Inseln. Leider hatte uns der früh beginnende Monsun einen Strich durch die Rechnung gemacht, stürmische See und viele Ziele nicht mehr erreichbar. Also Umplanung und Besichtigung der Märkte, kantonesisch essen in den vielen chinesisch geprägten Garküchen, und mit dem Bus wieder über die Berge zur westlichen Küste. Wir sind erst mal nach Ipoh, einem Ausgangspunkt für den Besuch der Cameron Highlands (im Sultanat Pahang).

Malaysisch essen war im Augenblick gar nicht so einfach, tagsüber wird sich hart an die Regeln des Islam gehalten, es ist Ramadan, und so gibt es momentan eher chinesische Küche. Die ist in Malaysia bei weitem nicht sooo reichhaltig, abwechslungsreich, wie wir es von Chinarestaurants in Deutschland her kennen. Mit alten, klapprigen Bussen ohne Fenster sind wir dann weiter in endlosen Serpentinen in die Teeberge der Südostasiatischen Halbinsel. Die Cameron Highlands, englisch kultiviert, sind von gemäßigten Klima (1500m) und weiten Teeplantagen geprägt mit Fachwerkhäusern (im Tudor-Stil) und dichter Bergvegetation. Der Tee und seine Weiterverarbeitung ist überall präsent und wir waren bei der Firma BOH zur Besichtigung.

Vom Ort Tanah Rata aus haben wir Bergdschungelwanderungen gemacht und uns eine Schmetterlingsfarm angesehen. Auch Erdbeeren, grüner Spargel, Blattgemüse und Rosen werden hier angebaut. Tanah Rata ist überwiegend indisch geprägt und es gibt ganz tolle Abwechslung beim Essen. Die Cameron Highlands sind ein willkommener Kontrast zur tropischen Hitze in den niedergelegenen Regionen.

Aber irgendwann zieht es uns doch ans Meer, und das erste Ziel dort war die Insel Penang an der Westküste. Einstmals die 'Perle des Orients' genannt, ist Penang jetzt per Brücke mit Bus zu erreichen und präsentierte sich uns teilweise mit stark verschmutzten Stränden, viel Unrat, großen, unpersönlichen, unpassenden Hotelklötzern und vornehmlich chinesisch geprägter Bevölkerung. Die 1985 erbaute Brücke ist mit 13,5 km die längste Brücke Südostasiens. Die Hauptstadt Georgetown (400.000 Einwohner) ist in erster Linie Industriestadt. Wir bewohnten Gasthäuser am etwas entfernten Batu Ferengi Beach und gingen alles erst mal ruhig an. Ein wirklich sehenswertes Bauwerk incl. schöner Gartenanlage ist der Tempel Kek-Lok-Si im Stadtteil Air Itan, nicht weit von Geogetown.

Die einmalige und schöne Anlage liegt auf einem Berg, der Blick auf die Inselhauptstadt ist perfekt und es gibt auch einen Botanischen Garten in der Nähe zu besuchen. Man sollte sich vor den allgegenwärtigen, sehr aggressiven Affen in acht nehmen, die nicht nur passiv betteln, sondern richtig zähnefletschend auf alles losgehen, was auch nur Spuren von Bananen, Äpfeln o. anderen Früchten dabei hat.

Nächstes Ziel, ein wenig weiter nördlich und gleich mit dem Schiff zu erreichen, die Insel Langkawi. Diese liegt noch auf malaysischem Territorium, schon fast an der thailändischen Grenze und machte für uns einen wesentlich saubereren und entspannteren Eindruck, die Qualität des Wassers ist deutlich besser. Man kann auf Langkawi auch super Einkaufen (Freihandelszone), einige Touren machen und die Küche ist abwechslungsreicher (tolle Fisch-Currys, Satay-Spiesse, etc.). Wir blieben einige Tage im Gecko-Gasthaus und haben einige Touren gemacht - organisiert oder mit gemieteten Moped.

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