11.11.2002 - 17.11.2002 Französisch Polynesien

Nach ca. 8 Stunden Flugzeit kamen wir mit einer Lufthansa-Maschine bei feuchten 26 Grad in der Hauptstadt Papeete an und mussten (3 Uhr nachts) erst mal abwarten, bis wir vom Int. Airport „Tahiti Faa’a“ in die Stadt kamen. Die nächsten Stunden waren wir doch etwas geplättet und der Weg zum einzigsten Camp wurde durch einen der extrem vielen Feiertage vor Ort erschwert, nix Bus, Taxi teuer, guter Rat auch. Unser Plan war, nach Möglichkeit erst Richtung Bora Bora, Hua Hine, Maupiti zu reisen, die berühmten 'Inseln unter den Wind'. Sie heißen deswegen so, weil es Inselgruppen sind, die in der Richtung, aus der der Wind (Luv) kommt, liegen. Sie liegen also auf der Lee Seite und sind Atolle vulkanischen Ursprungs und liegen im Einfluss der beständigen Passat-Winde des Südpazifiks. Nach einigen Versuchen in der Stadt, in der Tourist-Info oder am Hafen, gab es trotz mehrfacher Anfrage, bitten, betteln... keine vernünftige Möglichkeit, mit einem der nächsten Frachtschiffe dorthin zu kommen. Die sonst immer angebotenen Deckplätze waren angeblich nicht mehr zu haben und Kabinenpreise von ca. 200 Dollar pro Nacht und Person, nur für eine Überfahrt waren uns am Beginn einer 1,5 jährigen Welt-Tour einfach zu viel des Guten (Für einen 'normalen‘ Urlaubstrip ist sowas sicher eingerechnet und kein Problem.). Wir wussten das Polynesien nicht so günstig ist, aber das dann der Transport so überzogen ist und die Leute bei den Reedereien und am Infocenter mehrfach recht unfreundlich waren, das war nicht die Perle des Pazifiks für uns.

Zur in Sichtweite gelegenen Nachbarinsel Moorea ging es zumindest einfach per Fähre, die relativ häufig verkehrt und fair im Preis ist.

Moorea hat uns im weitesten Sinne für den anfänglichen Ärger entschädigt und berauscht mit atemberaubender Natur, sauberem Meer, mind. 3 Zeltplätzen, mit sogar für Rucksack-Traveller noch vernünftigen Preisen. Wir konnten uns am Camp "Nelson" selbst versorgen, die recht gut ausgestattete Küche benutzen UND endlich ausspannen und auch nebenbei diese wunderbare Insel erkunden, schnorcheln und alles Kommende planen.

Einzig Internet (7 Euro für 10 min!!) und das nächstgelegene Restaurant (Pizza schon für schlappe 30-35 Teuro) waren unverhältnismäßig teuer. Ein kleines Mietauto und die Camp-Preise waren machbar. Der erste heftige Sonnerbrand (trotz Schattenplatz und großer Vorsicht) war für uns Weißbrote gratis mit drin. Außerdem war einiges geboten mit Gewitterregen-Überschwemmung (Resultat: sturm-plattes Zelt), jeden Morgen 4 Uhr Hähne-Dauer-Krächz-Konzert, lauwarmem Wasser, Seegurken, ein schönes Riff und unvergessliche (Koch)-Abende mit Reisenden aus aller Welt.

Auch wenn wir durch unser anfängliches Pech nicht so viele Inseln sehen konnten (wie wir uns vorgenommen hatten) war Polynesien ein schöner Stop, zumindest landschaftlich sehr lohnenswert. Fazit: Sehr schöne Inseln mit dichter, tropischer Vegetation, Vulkanbergen, einer Szenerie wie im Bilderbuch - wahrlich.

Die Preise für Langzeitreisende sind z.T. extrem hoch, das Verständnis für Rucksackreisende durch die einheimischen “Offiziellen“, mit denen wir zu tun hatten, hält sich in engen Grenzen, man ist uns keine große Hilfe gewesen. Diese Erkenntnis deckt sich auch mit den Erfahrungen, die uns andere Traveller weitergegeben haben. Wir haben auf der weiteren Tour dieses Thema oft angesprochen und ein Großteil der dort gewesenen hatte ähnliche Erfahrungen gemacht. Ganz anders der Kontakt mit den 'einfachen' Einheimischen auf Moorea. Da war alles positiv und wir wurden immer freundlich behandelt. Aus 3 geplanten Wochen Polynesien wurden 7 Tage, und unsere voraussichtlichen 3 Monate im Kiwiland wurden dadurch um diese Zeitspanne länger. Das hatte doch auch was!! Aber beim nächsten Südpazifik-Trip geht es trotzdem woandershin, das hat uns schon der Zwischenstopp auf Roratonga, Cook-Island, gezeigt.

Wirklich schön, dass man sein Round-The-World Ticket so einfach kostenlos umbuchen kann (so steht es im Vertrag - es müssen nur freie Plätze vorhanden sein), nur wiederum auf Tahiti war es anders. Die weder freundliche, noch hilfsbereite Dame des Travel-Büros in Papeete wollte für das umbuchen des Tickets stur eine zweistellige Dollarsumme haben und ließ nicht mit sich reden. Dies ist uns weltweit nur auf Tahiti passiert. So haben wir, wie abgesprochen, mit unserem Reisebüro in Ottobrunn gemailt, und die Sache war in relativ kurzer Zeit erledigt. An dieser Stelle nochmals vielen Dank an Elfi Uhl und ihr Team, die uns in den vielen Jahren unserer "Rumreiserei" immer gut und fachkundig geholfen haben.

Und so ging es mit der Air New Zealand erst zu einem Zwischenstopp auf Cookinseln und dessen Hauptstadt Avarua auf Rarotonga.

Die Cookinseln liegen östlich von Neuseeland und sind ein unabhängiger Inselstaat 'in freier Assoziierung mit Neuseeland'. KFZ Kennzeichen ist NZ (!!), die Währung ist eine eigene, ähnlich dem Neuseeland Dollar. Landschaftlich ähnelt Rarotonga sehr Moorea und vielleicht sehen wir uns dort mal wieder Cool) Einige Stunden später, nach Überquerung der Datumsgrenze, waren wir dann erst mal am Ziel. Auckland!

Französisch-Polynesien Anzahl in Landes-
währung
in Euro Durchschnitt
pro Tag
Übern. - Camping 4 8.800 CFP 70,30 Euro 17,60 Euro
Übern. - Motel/Hotel 1 7.100 CFP 56,70 Euro 56,70 Euro
Übern./Flughafen 1      
Mietwagen (Zeitraum) 1 unbek. unbek.  
Mietwagen KM 70 km     70 km
Fähre f. 2 Personen (Hin u Zurück) je 2 40 Dollar 31,20 Euro  
Gesamt 6 Tage   158,20 Euro 26,40 Euro













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