Weiter geht’s in Australien

In Darwin zurück gab es dann auch mal die gute Nachricht bei unserer Werkstatt, das Panzerchen ist repariert, die reichlich 900 Aussie- Dollar wurden schon von Car Connection überwiesen, ein Dank an das freundliche Team der REPCO-Service Werkstatt! Wir deckten uns mit Proviant aller Art und reichlich Wasser ein.

Auf zu Australiens größten und wohl mit bekanntesten Nationalpark, dem KAKADU. Der Name kommt eigentlich von der falschen Aussprache des Aboriginal-Wortes Gagudju, welches ein nördlicher Teil des riesigen Nationalparks ist. Am Parkeingang kam erst einmal die Ernüchterung in Form des Eintrittspreises, pro Person 16,25 Aussie Dollar, mit so einem Wucher hätten wir nicht gerechnet. Es war der für uns bisher teuerste Nationalpark weltweit, auch diese Naturgeschichten entwickeln sich leider immer mehr zur Abzocke. Mit einem Obolus für Naturschutz, Verwaltung etc. kann bei über 32 Dollar wohl nicht mehr die Rede sein. Wir schluckten die bittere Pille an einem schönen, versteckten Vogelbeobachtungsplatz runter, machten Fotos und besuchten das Visitor-Center. Buschwanderungen mit schönen Ausblicken über weite Ebenen, das Arnheim-Land (Aboriginal-Sperrgebiet) im Nordosten und Besuche bei den Felszeichnungen der Ureinwohner waren die Unternehmungen der nächsten Tage.

Die großen Wasserfälle waren lt. Info leider (fast) trocken, das ist der Nachteil der Trockenzeit, aber bei so einem großen Ökosystem, wie der Kakadu National Park darstellt, kann man nicht alles haben. Sonst müsste man in der feuchten Zeit Gefahr laufen, im Park 'abzusaufen'. Die Aboriginal's unterscheiden hier seit 1000den von Jahren in 6(!) Jahreszeiten, es gibt sozusagen noch 2 'Zwischenperioden'. Während der Monsun -und Regenzeit steht oft der ganze Park unter Wasser und die Zahl der Blitzeinschläge soll dann hier zu den höchsten der Erde gehören. Riesenmoskitos sind allgegenwärtig und an unseren Übernachtungsplätzen haben wir dann doch respektablen Abstand zu den Flüssen und Seen gehalten, die hier natürlich immer mal von Salzwasserkrokos besucht sind. Wer hier achtlos badet, kann unter Umständen gleich in einen Häcksler springen, wir hörten immer wieder von skurrilen Unfällen mit unbedarften Touris, welche teilweise sogar nachts zum Baden gegangen sind. Irrsinn!! Nach einer informationsreichen tollen Führung mit einem Aboriginal-Guide und Besuch des 'Warradjan' Kulturzentrums ging unsere Zeit im Park langsam zu Ende….

und unser Weg über Katherine weiter nach Süden. Der Stuart Highway hatte uns wieder. Ein Besuch beim berüchtigten Daily Waters Roadhouse & Pub mit einer wüsten Sammlung von Geldscheinen, Hüten, Visitenkarten, Büstenhaltern und Nummernschildern musste sein.

Unser Landcruiser vernichtete unter viel Gebrüll wieder reichlich Motoröl, so 1-2 l pro 1000 Kilometerchen, die auf der Strecke quer durchs rote Zentrum doch flugs „unter die Reifen“ kamen. Aber so lange er nicht mehr Öl als Diesel verbraucht, geht’s wohl noch. Am Three Ways Roadhouse, kurz vor Tennant Creek ging der Weg nach Osten gen Queensland, die nächste, fast endlose Strecke begleitete uns der Barkly Highway über Mt. Isa, dann ging’s bei Cloncurry nach Norden.

Weites Buschland, riesige Rinderfarmen, ödes Grasland wechselt sich mit sonnenverbrannten Büschen und verdorrten Hügeln ab. Roter Staub, der durch jede Ritze kriecht, Emus, wilde Kamele, ausgemergelte (noch lebende) und viele tote Kühe sind zu sehen. Tankstellen nur alle 200-300 km, Einsamkeit pur und brennende Sonnenuntergänge in Staub bei 45 Grad in Schatten zur Dämmerung.

Bei Normanton hatten wir wieder etwas grünere Regionen und auch den Golf von Carpentaria erreicht. Hier soll, nach einem beeindruckenden Modell am 'Broadway' von Normantown, eines der größten, je gesehenen Leistenkrokodile gesehen worden sein, 12 Meter lang war das Viech! Jetzt glotzt einen dort eine Zähne starrende Gipskopie an und flößt schon Respekt ein.

Normantown wirkt wie ein kleines Westernstädtchen mit seinen Holz-Pubs und Geschäften, wir genießen das Ambiente und kaufen Proviant ein. Irgendwo an der Strecke durch die rotbraune Unendlichkeit machen wir uns eine Pfanne mit Känguru-Hackstecks, wie lecker! Haben die Beutelspringer aber nicht von unseren Auto gekratzt, das Fleisch gehört im Supermarkt hier zur normalen 'Ausstattung'.

Der weitere Weg zur Ostküste führt durch das Atherton-Tableland, eine landschaftliche Abwechslung, endlich Berge und immer dichter werdende Wälder zeigen uns, das wir den Tropengürtel an der Küste Queensland's bald erreicht haben. Fette schwarze Wolken, Gewitter, Sturm begleiten uns, und vor allem abends dann eine nie gesehene Menge Kängurus aller Größen. Ganze Familienverbände, viele Jungtiere, rote Riesenkängurus und Wallabies belagern die Piste weiter nach Cairns. Wir fahren teilweise Slalom um die neugierigen Hüpfer und weichen jeder rotbraunen Hachse aus, wir können wirklich alle Unfälle mit den Tieren verhindern. Wir haben die interessante Strecke durch das Tableland die 'Straße der Kängurus’ getauft!!

Mit der (genialen !!) Musik von Midnight Oil und der Warumpi Band geht es von rustikalen Roadhouse zu Roadhouse. Jedes ist eine einmalige Ansammlung von schrägen Pioniertypen, Country-Originalen mit zerknitterten Outfit, sonnenverbrannten Gesichtern, dem unverzichtbaren Hut und dem immer eiskalten Bierchen in der Hand. Ein Sammelsurium an alten Landmaschinen, Bretterbuden, verstaubten Generalstores, teils museumsreifen Tankstellen und urigen Kneipen. Da machen wir natürlich auch manchmal mit und werden genauso angestarrt wie der berüchtigte fremde Ankömmling, wenn im Saloon die Schwingtür aufgeht. Alle Köpfe drehen sich langsam um, Augen werden zusammengekniffen, Szenen wie im Film. Aber glücklicherweise wurde nicht auf uns geschossen.

Cairns ist das (nördliche) Tor zum Great Barrier Reef, Regenwald und Riff. Die Einkaufsmöglichkeiten und Ausflüge auf die Inseln vor der Küste bieten viel Abwechslung an. Zuerst aber wollten wir weiter nach Norden, vor allem in den Daintree National Park, wo man schöne Wanderungen in dichter Dschungelvegetation machen kann.

Die Luftfeuchtigkeit ist am Limit und die Geräusche des Regenwaldes erinnern sofort an Südostasien, was für ein Gegensatz zur Trockenheit des Outbacks noch vor wenigen Tagen!! Eigentlich wollten wir bis zum Ende der Straße ans Cape Tribulation, aber auf Grund der vielen Pannen unseres Landcruisers und des massiven Ölverlustes haben wir uns entschlossen, ab dem Daintree River wieder nach Süden zu fahren. So gibt es auch einen Grund, wiederzukommen. Wir blieben einige Zeit im Daintree Village, bis wir von 20-30 Sandfliegenbissen (täglich) genervt über Port Douglas wieder nach Cairns fuhren.

Wir besuchten mit der "Seastar 2"die Vogelinsel 'Michaelmas II' und konnten auch am Riff schnorcheln. Es ging weiter zum 'Hastings Reef' und zur Brookers Lagoon, eine Rückfahrt bei Unwetter, schwerer See und vielen diversen Versuchen das Mittagessen auf See zu lassen, waren sogar gratis mit dabei.

Nach Süden über Innisfail, Cardwell (schönes Infocenter, freundliche Leute!) und Ingham ging’s zum nächsten Highlight, dem LUMHOLTZ National Park. Der sehr sehenswerte Park liegt im tropischen Hinterland, es wird recht bergig und wir besuchten den ' Wallaman Falls' - mit 263 m höchster Wasserfall Australiens. Der Fall ergießt sich von einem Hochplateau in eine Riesengorge und eine Wanderung in die Schlucht war obligatorisch, aber auch recht schweißtreibend bei tropischer Hitze und extremer Luftfeuchtigkeit.

Und unser größtes Glück bei diesem Parkbesuch war, was nur wenigen Besuchen vergönnt ist, wir haben ein riesiges Casuari-Männchen am Wege erleben können, nur einige Meter von Auto. Zweifellos einen der größten und durchaus gefährlichsten Großvögel der Welt in freier Natur vor die Linse zu bekommen, das war perfekt. Casuaris gibt es nur noch (wenige) im australischen Tropengürtel und in PNG, wie die Aussies Augenzwinkernd sagen - also Papua Neu Guinea. Sie werden so groß wie Strauße und haben beeindruckende, messerscharfe Krallen an ihren Füßen. Sie können auch aggressiv werden, wie wir später bei einem Tier in Gefangenschaft erleben konnten. Eine ca. 2m lange Python haben wir dann auch noch im Busch gesehen, diese hatte aber mit ihrer Häutung zu tun und war wenig aggressiv. Giftschlangen und Skorpione besuchten uns keine, aber Spinnen gibt's reichlich. Und schöne Stellplätze mitten in der Wildnis ;-) wo wir oft ganz allein für uns waren. Manchmal mussten wir Tage mit sintflutartigen Regenfällen im Truck aussitzen und haben gekocht, gelesen, Tagebuch geschrieben. Nördlich von Townsville besuchten wir die Jourama Falls und Paluma Range National Parks mit Hochplateaus und dichtem Regenwald, machten Dschungeltouren und fuhren Serpentinenstrecken auf Lehm-, Sand- und -Schotterpisten.

Na zumindest auch dafür hatte sich die Miete eines Allrad-Vehikels sehr gelohnt und das Panzerchen entschädigte uns für seine 'Aussetzer' im hohen Norden...und lief und lief. Beim, unweit vom Städtchen Paluma gelegenen, Crystal Creek National Park haben wir außer Millionen Mücken sogar schwarz-rot-gelbe Hühner im Busch gefunden, so ne' Art German-Chickens. Was so es alles gibt, in Down Under.

Townsville, ein lohnenswerter Stop und Ausgangspunkt einer Tour zu Magnetic Island, einer der schönsten Inseln vor Queensland’s Küste mit Felsenformationen wie auf den Seychellen. Der Stadthügel, der 'Castle Hill' brachte für uns einen der spektakulärsten Übernachtungsplätze mit Superblick über die Küste, Stadt und Hinterland.

Nachdem wir 1995 nicht lange in Townsville geblieben waren, haben wir uns jetzt Zeit genommen und Stadt und Umland erkundet.

Dann ging’s weiter Kurs Süd, Ayr, Bowen, Cannovale, Airlie Beach und die Kette der Whitesunday Islands gehören zu den schönsten Gegenden, die man im mittleren bis südlichen Barrier Reef besuchen kann. Die Zeltplätze in und um Airlie Beach sind immer gut besucht, viele Touren werden angeboten, von absolutem Luxus bis zum Abenteurer.

Wir buchten uns auf einer schönen, schnellen Motoryacht ein, der Voyager. Ein Besuch des feinsandigen, rein-weißen Strandes auf Whitehaven Beach gehörten ebenso zur Tour wie Hook Island. Vor Ort konnte man das dortige Unterwasser-Observatorium anschauen und den Besuch des Hook Island Resorts zum Relaxen & Schnorcheln genießen. Als Finale ging es noch zu Long Island und dem schön gelegenen 'Krokodile Resort' , wo wir Wallabys und Rainbow-Loriketts beoabachten konnten.

Die Krönung des Ausfluges war eine Fahrt in den Sonnenuntergang an Ende eines fantastischen Tages, auch das Wetter spielte mit. So einen Tag kann man dann auch mit einem kühlen Victoria Bitter bei Ankunft in Shute Harbour ausklingen lassen

Nach "viel Meer" stand wieder Regenwald auf dem Programm, und der Eungella National Park bei Mackay bietet schöne Wanderwege zwischen Brettwurzel-Urwaldriesen, Farnen, Wildwasser und Wasserfällen, und eine bunte Vogelwelt.

Bei Rockhampton (die Fleischhauptstadt von Down Under, sozusagen das Chicago Australiens, nur ohne Wolkenkratzer ;-) überquerten wir den Wendekreis des Steinbocks wieder nach Süden und verlassen langsam aber sicher den Tropengürtel.

Im Städtchen Bundaberg informierten wir uns in einer Rumfabrik über die Herstellung (...und den guten Geschmack!!) des Zuckerrohrproduktes. Der Rum aus dieser Destillerie gehört zu den besten der südlichen Hemisphäre, die Führung war wirklich gut.

Dann kommt da ja noch Fraser Island. Südlich Bundabergs, vom Städtchen Hervey Bay mit einer Fähre zu erreichen, liegt die größte Sandinsel (Fläche 1840 qkm) unseres Planeten und UNESCO-Welt-Naturerbe. Mit immerhin 124 km Länge ein imposantes Inselchen, für manche auch das südliche Ende des Great Barrier Reefs. Das Eiland ist mit einem dichten Riesen-Eukalyptenwald bewachsen, es gibt Wanderwege und Süßwasserseen in teilweise endogener Landschaft. Wir waren einen ganzen Tag mit einem Parkranger unterwegs, der uns in breitem Aussie-Slang so unglaublich viele Fakten über die Insel erzählt hat, dass uns die Ohren klingelten.

Vor der Hauptstadt Queensland’s gibt es noch ein Naturwunder zu bestaunen, die Glass House Mountains. Die Vulkanisch entstandene Tafelberg-ähnliche Landschaft erinnert in ihrer bizarren Form schon ein wenig an Monument Valley im amerikanischen Westen, nur wachsen die Berge hier aus dichten, subtropischen Wald und nicht aus der Halbwüste Arizonas bzw. Utahs. Man rechnet an der Küste Australiens nicht mit solchen Bergen, wie waren sehr überrascht und haben einiges in den GH. Mts. Erwandert. Man sieht Banksien (nein, keine weiblichen Banker, sondern Pflanzen aus der Gattung der Silberbaumgewächse) in allen Farbtönen der schönen, buschigen Blüten und auch wieder einiges von der australischen Tierwelt, Emus, Buschkänguruhs, einen Echidna (der australische Ameisenigel), Kakadus und Loris. Ein starkes Gewitter brachte uns dann zum Flüchten und zurück zum Auto. So galt es: Auf nach Süden, nach Brisbane!

Brisbane hat ca. 2 Millionen Einwohner und wurde in Australien schon mehrmals zur lebenswertesten City gewählt, die Zuzugsrate ist groß und die Außenbezirke, Suburbs genannt, wachsen die letzten Jahre permanent. An unseren Brisbane-Tagen sind wir wieder von den nördlichen Außenbezirken mit der S-Bahn ins Zentrum gefahren. Im Zentrum gibt es kaum Parkplätze und es wird auch fleißig abgeschleppt... Eines der umfangreichsten und lohnendsten Museen der Stadt ist das "Museum of Queensland" mit einer riesigen Sammlung an Naturkunde und Geschichte des roten Kontinents, der Eintritt ist frei.

Ein Déjà-vu von unseren 1995er Trip durch Down Under war der Besuch der privaten 'Lone Pine Koala Sanctuary' in der Bergen um Brisbane, man sieht nicht nur die plüschigen Beuteltiere mit Eukalyptusappetit, sondern auch vieles andere aus der Fauna des Landes.

Will man eine tolle Übersicht auf Brisbane haben, so gibt es auf dem nahegelegenen Mt. Coo-Tha einen schönen Platz und eine Panoramasicht der Extraklasse.

Südlich von Brisbane beginnt eine interessante Hügellandschaft in der Gegend von Boonah, und der Mt. French Nationalpark ist eine viel ruhigere Alternative zur Küstenstraße, der 'Gold Coast' mit seiner schon sehr zubetonierten Oceanfront.

So ging’s für uns durch die Berge, (man nennt diese Gegend auch Granit Belt Region) über Warwick zur "Standhorpe & Glen Aplin Winery", wo wir den wohl besten und außergewöhnlichsten Port kosteten und auch kauften, mit einem Nachgeschmack von Kirsch und (!!) tatsächlich stark nach Schokolade. Bei Glen Innes haben wir noch das nachgebildete 'kleine Stonehenge' angesehen. Die ganze Gegend wirkt vom Wetter, der Natur und den Häuschen her wie England oder Irland, es ist sehr grün, kühl und fast ein wenig keltisch anmutend.

Am 2. Juli kamen wir dann nach viel Gegurke durch verregnete, kalte Berge, Serpentinen, Schlamm & Lehm-Pisten im Norden von Sydney an. Um so südlicher man um diese Zeit in New South Wales unterwegs ist, um so mehr wurde uns bewusst, das wir (zu mindestens in den höher gelegenen Regionen) schon den Winter in Australien zu spüren bekamen. Am Meer, in und um Sydney war es aber wieder angenehm warm und wir konnten uns mit leichteren Klamotten in den Trubel der großen Stadt stürzen. Wir suchten uns in den Außenbezirken ruhigere Schlafplätze, z.B. in Carlingford oder dem Rosehill Regional Park, und fuhren mit der S-Bahn und Tagesticket von Telupea über Clyde in die City. Super, nach 8 Jahren wieder hier zu sein!

George Street, Circular Square, die Oper, "The Rocks", China Town, Harbour Bridge, Darling Harbour und ein Besuch des IMAX. Ein Tipp für alles Sydney-Besucher: Die Großraum-Tageskarte, welche auch die Benutzung der vielen Wasserverbindungen um die Hafenstadt beinhaltet, trägt den sinnigen Namen "Day-Tripper". Man kann damit natürlich auch das weiter draußen gelegene Olympiazentrum erreichen, mit Schiffen zum Zoo fahren oder auch noch weiter raus zu Ausflugszielen, Inseln, Halbinseln düsen, die 1-2 See-Stunden entfernt sind. Tolle Sache. Wir haben das mit Begeisterung genutzt, auch die Umgebung der 3,7 Millionenstadt ist sehenswert. Überhaupt hat uns die Lage und Ausstrahlung von Sydney, übrigens am 26.1.1788 gegründet, sehr begeistert. Die Metropole von NSW. ist eine der schönsten Städte in der Welt, finden wir.

Fährt man dann die Küstenstraße Nr.1 weiter in Richtung Süden, durchquert man Orte mit interessanten Namen wie Wollongong und Ulladulla.

In Batemans Bay haben wir zwar keine Fledermäuse, aber silbrig glänzende Delphine in der Bucht beobachten können. Bei Lakes Entrance sind die riesigen Binnenseen Lake King und Lake Wellington mit dem Meer verbunden und beherbergen große Vogel- und Naturschutzgebiete, die Straße nennt sich dort Princess Highway. Auf dem Wege nach Melbourne kann man malerische Küstenorte - und Landschaften wie den Ninty-Mile Beach besuchen. Zu dieser Zeit (Juli!) war es allerdings schon recht frisch zum baden. Nachts gehen die Temperaturen in Richtung Gefrierpunkt und wir brauchten nach Monaten in den tropischen und subtropischen Regionen schon mal einen Heizlüfter in den 'Cabines' der Campingplätze. Am Samstag, dem 26.7. hatten wir dann mit erreichen des 'Formel1'-Motels Melbourne-Dandelong unsere große Runde um den roten Kontinent vervollständigt. Einige Tage in der Hauptstadt des Bundesstaates Victoria blieben uns noch und so ging es nicht ohne einen Besuch des IMEX-Kinos ("Kilimandscharo" und "3-D Bugs"), der Flinders Railway Station, Chinatown (hat die meisten Internet-Cafes), des Melbourne-Museum, des Victoria-Street-Market, des Goethe-Institut und der Yarra-Riverfront. Melbourne ist mit 3,3 Mill. Einwohnern nur geringfügig kleiner als Sydney und steht in ständigen Wettstreit mit der Schwester im Nordosten. Es bietet sich an, einiges Sehenswertes der Stadt mit der Trambahn zu erkunden, viele Museen sind sonntags Eintrittsfrei zu besuchen.

In Castlemaine, im nördlichen Buschland Victorias gelegen, haben wir dann unser 'Panzerchen' wieder zurückgegeben und sogar noch gutes Geld bei einem Pfandleiher für unsere Küchenausrüstung bekommen. So kann alles weiter genutzt und möglicherweise noch gebraucht werden, Wok, 70l Kühlbox, Kocher, Gasflaschen etc. Hardy von Car Connection fuhr mit uns zur örtlichen Bank und hat uns sogar alle kleineren Rechnungen über Kleinreparaturen und Ölverbrauch in Cash ausgezahlt, eine sehr faire Geschichte, wir sind auf keinen ungeplanten Kosten sitzengeblieben, was unseren gemieteten Toyota Landcruiser betrifft. Am Ende sind wir lt. Tacho 22.628 km durch und um Australien gefahren, davon einige 1000 km auch Schotterpisten und durch reichlich roten Staub auf der Kontinental umspannenden Hwy. No.1. Viele Stichstraßen und Verbindungen in dutzende State- und Nationalparks und andere Naturwunder, in diesem doch so abwechslungsreichen Land Down Under. Wir konnten viel ausgiebiger, als bei unserem ersten Besuch, die doch außergewöhnliche Tierwelt beobachten und bei Wanderungen entdecken. Und doch bleibt für uns noch vieles zu sehen (Cape York oder Tasmanien!!) - vielleicht sehen wir uns einmal wieder, jetzt geht’s vom australischen Winter erst mal ins tropisch heiße Bangkok.

Australien Anzahl in Landes-
währung
in Euro Durchschnitt
pro Tag
Übern. - Camping 21 389,80 AUD 218,90 Euro 10,40 Euro
Übern. - Motel/Hotel 5 207,00 AUD 116,30 Euro 23,30 Euro
Übern. kostenlos 111      
Mietwagen (Zeitraum) 140 unbek. unbek.  
Mietwagen KM 22.628 km     162 km
Mietwagen Diesel 2.900 Liter 3.746 AUD 2.104 Euro 15 Euro
Mietwagen Zusatzkosten   853 AUD 480 Euro 3,40 Euro
Exmouth Whale Watching 1x 2P 70 AUD 39 Euro  
Kakadu Nat.Park 3 Tage 16,25 AUD 9,10 Euro  
Fraser Island Tour 1x 2P 198 AUD 111,20 Euro  
Bundaberg Rum Führung 1x 2P 19,80 AUD 11,10 Euro  
Internet + Telefon   124 AUD 70 Euro  
Gesamt 140 Tage 5.625 AUD 3.160 Euro 22,55 Euro
+ Ausflug nach Bali Pauschal 9 Tage 700 AUD 393 Euro 43,70 Euro























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